An der Küste (costa) ist es natürlich viel wärmer als in der Sierra (dem Andengebirge).
Die Vegetation ist hier auch sehr üppig. Um die Stadt Quevedo z.B. gibt es tausende Hektar gut gepflegter Bananenplantagen. Wir fuhren an zwei Flugplätzen vorbei, die ausschließlich für Agrarflugzeuge angelegt wurden, welche die Bananenplantagen besprühen.
Direkt am Meer ist die Fischerei natürlich ein großer Wirtschaftsfaktor. In der großen Stadt "Manta", gibt es einen großen Hafen und sehr viele Fischverarbeitungsfabriken. Dementsprechend riecht es auch in der Gegend.
In dem kleinen Ort "Puerto Lopez", geht alles relativ gemütlich zu. Es gibt keinen Supermarkt weit und breit, alles was man kaufen kann, gibt es in den - für Ecuador typischen "Tiendas" - zu überhöten Preisen.
"Puerto Lopez" ist ein Städtchen, dem man es durchaus ansieht, dass Tourismus hier ein etablierter Wirtschaftszweig ist. Als "Gringo" kriegt man überall "Extrapreise", wenn man da nicht diskutiert, ist man schnell ein paar Dollars mehr los als es eigentlich gerechtfertigt ist.
Überall gibt es Hostals, Hotels, Bars und Touristikagenturen. Auf der Straße wird man als "Gringo" fast täglich angesprochen, ob man nicht einen Ausflug zur "Isla de la Plata" (auch scherzhaft "Galapagos für Arme" genannt) mitmachen möchte. Mit 50 $ ist man dabei und fährt mit einem Boot zur Insel, schnorcheln, Inselbesuch und eventuell auch Wahl- oder Delfinbeobachtung kann man da erleben.
Interessant ist auch der allmorgendliche Fischmarkt direkt am Strand. Wenn die Fischerboote vom Meer heimkehren, wird der Fang direkt vom Boot aus verkauft. Ob kleine Tintenfische, Thunfische, Rochen, (Hammer-)Haie oder Schwertfische, hier wird allerlei dessen was der große Pazifische Ozean zu bieten hat, angeboten.
Am Strand werden die großen Fische dann auch gleich zerlegt, gewogen und in Eiskisten auf Autos verfrachtet.
Bei dem ganzen Spektakel sind natürlich auch die Möven, Geier und Pelikane, die es hier in großen Mengen gibt, mit von der Partie. Jeder klaut sich Fisch, soviel er kann.
Auch wenn man denkt, dass durch Landwirtschaft und Fischfang der Landstrich relativ reich ist, sind die Menschen hier doch nicht sonderlich sozial. Wir beobachteten alte Männer, die sich beim Fischmarkt mit Sand bewarfen oder sich aus der Fischkiste, die gerade ein anderer bezahlt hat noch Fische klauten.